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Hallo, oder auch Mwiriwe!

Autor: feli | Datum: 02 September 2017, 16:15 | 2 Kommentare

Erstaunt stelle ich gerade fest, dass ich bereits eine Woche in Shyogwe verbracht habe und ich somit den heutigen Samstag Vormittag nutzen werde um euch auf den neusten Stand zu bringen.

 

Die ersten Tage

Auch, wenn mir der Abschied von meinen Freunden und meiner Familie alles andere als leicht fiel, konnte ich es kaum erwarten, meine langersehnte Reise anzutreten. Mit Chantal, Laura und Renke war zum Glück für genug Gesellschaft und Entertainment gesorgt, als das mir die knapp 18 stündige Anreise in Kigali (LEIDER) nur sehr kurz vor kam. Am Flughafen mussten sich dann unsere Wege bereits trennen. Zwar wusste ich, dass Renke noch eine Nacht bei mir im Ort verbringen würde, bevor er seine Reise nach Kigeme weiter antreten würde, trotzdem wurde mir etwas mulmig bei dem Gedanken, bald völlig alleine unter Unbekannten zu sein.

Als wir allerdings mit unseren Koffern den Flughafen verließen wurden wir so herzlich in Empfang genommen, dass zunächst jede Unsicherheit verflogen ist. Ich habe mich sehr gefreut Jonas, meinen Mentor kennenzulernen und darüber, dass sogar Francois, Mars und Penina (ehemalige Süd-Nord- Freiwillige) am Flughafen erschienen sind um uns zu begrüßen.

Am Abend, gegen 11 Uhr (es gibt übrigens keine Zeitverschiebung während der deutschen Sommerzeit), sind wir dann in Cyakabiri angekommen, wurden mit einem Abendessen versorgt und ich bin direkt in mein Bett versunken.

Nachdem ich Renke am nächsten Morgen verabschiedet hatte, holte mich Jonas am Gästehaus ab und es ging in die Kirche. Hätte ich gewusst, dass ich von neun Uhr bis ein Uhr dort sitzen würde, hätte ich wahrscheinlich mehr gefrühstückt. Langeweile oder Müdigkeit hatten allerdings keine Chance. Die Lieder wurden nicht nur lauthals mitgesungen, sondern von Bässen aus Verstärkern und einem Schlagzeug begleitet. Für mich noch etwas ungewohnt.

Auf einem Motortaxi zeigte mir Jonas die Gegend und wir verbrachten den Nachmittag in Muhanga, der nächstgrößten Stadt.

Am nächsten Tag ging es dann für mich in meine Wohnung. Bisher lief alles problemlos. Probleme bereitete dann mein 30 Kilogramm schwerer Koffer. Ich hatte keine Vorstellung wie ich ihn über einen hügeligen Schotterweg transportieren sollte. Doch schneller als ich gucken konnte, wurde er mir bis vor die Tür getragen. Ein nettes Lächeln und ein „Muracose“ (Danke) haben genügt und schon war ich also „zu Hause“ angekommen. Kurz darauf traf ich meine Nachbarin Kathrina an (eine deutsche Frau von Brot für die Welt) und wir verbrachten den Abend auf ihrer Terasse. Generell laufe ich ihr oft über den Weg und sie hat immer Zeit zum quatschen.

Schon schnell merkte ich, dass ich mich nicht alleine fühlen brauche, da ich direkt am nächsten Morgen zum Frühstück einer anderen Nachbarin eingeladen wurde. Alphonsine servierte mir typische Kochbananen und verschiedenste Früchte. Auch wenn die Sprachbarriere zu kleinen Schwierigkeiten führt (ich muss bei ihr mein Französisch aufarbeiten), habe ich viel Spaß mit ihrer Anwesenheit beim Kochen oder auf dem Markt.

Ich bin mehr als glücklich, Jonas` Familie als Mentor Familie zu haben. Er, seine Frau Solange und ihre Kinder Mika (2 Jahre) und Nathan (6 Monate) helfen mir sehr mich hier wohlzufühlen. Ich probiere durch sie nicht nur die traditionellen Gerichte, sondern bekomme auch beigebracht mit meiner Küche umzugehen, was ich bitter nötig hatte. Sie begleiten mich bei allen Besorgungen und wenn wir es mal nicht schaffen uns anzutreffen, gibt es mindestens ein Telefonat pro Tag.

 

Da Jonas der Headteacher der Primary School ist, beschloss ich ebenso meine Arbeit an der Schule zu beginnen. Zwar meinte er, ich solle mir die erste Woche zum ausruhen und ankommen lassen, allerdings lässt mich der Hahn vor meiner Wohnung nur bis 6:15 Uhr schlafen...

Ich stellte mich jedem Lehrer, dem Direktor und der Nurse vor. Meinem ersten Eindruck und den ersten Gesprächen zu Folge kann ich mir gut vorstellen mich in dieses Team einzuarbeiten. Zwei Tage habe ich bei Béatrice in der Primary 2 (P2) verbracht, da ich sehr gut mit ihr auskomme und sie mir ebenso jegliche Unterstützung in der Schule und auch außerhalb bietet. Nicht nur der Unterricht sondern auch das Spielen mit den Kindern macht mir viel Spaß, wodurch ich die Pause auch mal aus Versehen um 20 Minuten überzogen habe... Das ist hier allerdings kein großes Problem.

 

Insgesamt verbringe ich noch viel Zeit damit mir meine Wohnung einzurichten und mich in meinem unmittelbaren Umfeld einzuleben. Dazu gehören meine täglichen kleinen Einkäufe um die Ecke bei der Verkäuferin Funny, die mir Hilft mein Kinyarwanda zu verbessern, als auch mein tägliches Arbeiten an den einfachsten Haushaltsaufgaben die mir hier um einiges schwerer fallen.

 

So viel also zu meinen Eindrücken und Erfahrungen aus der ersten Woche. Richtig los geht es dann nächste Woche wenn wir 4 unser Visum in Kigali haben und ich gänzlich anfange zu arbeiten.

Ich freue mich immer auch etwas von euch zu hören.

 

Bis dahin! Murabeho!

 

 

    

 

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Kommentare

  1. 1. sulin  |  19 April 2018, 08:12

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